FC Glattfelden
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, Ulrich Koni

Mit Siegen lässt es sich besser feiern!

Der Fussballclub Glattfelden lädt zum letzten Heimspiel-Sonntag und die Sportlerinnen und Sportler danken es ihm mit zwei Siegen. Mit dem Erfolg der Nati am Abend sind es sogar drei geworden.

Die vorletzte Meisterschaftsrunde der Fussballerinnen und Fussballer des FC eignete sich ausgezeichnet für ein Abschlussfest bei richtigem Sommerwetter. Aber nicht nur die Sonne, auch der Spielergott war diesmal auf der richtigen Seite. Zuerst schossen die von Davide Blandolino trainierten Gelbschwarzen im Drittligamatch gegen den FC Kempttal in den letzten Minuten noch das siegbringende Tor, nachdem es nur Minuten vorher noch zwei, drei ziemlich brenzlige Situationen vor dem eigenen Tor gegeben hatte. Aber so ist der Fussball halt, unberechenbar. Das Ziel des Ligaerhalts war den Männern allerdings schon vor diesem Spiel sicher gewesen.

Frauen richtig im Schuss
Während unter dem Zeltdach der geladenen Gäste bei Weisswein und Salzigem noch über die eine oder andere Szene diskutiert wurde und Rico Volkart nach seinem letzten Heimeinsatz für die dritte Liga für ein Bild posierte, machten sich die Frauen auf, einen Kantersieg einzufahren. Fast konnten einem die Gegnerinnen aus Wiesendangen etwas leidtun und man hätte ihnen zumindest den Ehrentreffer gegönnt. Mit 5 : 0 wurden sie schliesslich vom spielfreudigen, technisch den Männern nicht mehr allzu viel nachstehenden Glattfelder 4. Liga-Frauenteam in die Schranken gewiesen. Die Stimmung auf den Festplätzen vor dem Clubhaus und bei den Sponsoren war unterdessen so laut geworden, dass die jungen Frauen bisher wohl kaum je einen solchen Applaus gehört hatten, wenn ihnen ein Tor gelang. Allerdings, ebenso drang die Enttäuschung in einer anderen Tonlage durch, wenn mal eine grosse Chance kläglich vertan wurde.

Warteliste für Neulinge
Nach zwei ziemlich schwierigen Jahren mit der Pandemie kann sich der Fussballclub Glattfelden zur Zeit nicht beklagen. Wie Präsident Werner Balmer vor Sponsoren und Behördenmitgliedern erklärte, muss aus Kapazitätsgründen eine Warteliste für Neue geführt werden. Die Zahl der Spielfelder (2) und freiwilligen Betreuer (37) hat eben eine Grenze. Die ganze Organisation der im Schnitt fast sechs Spiele pro Woche hat es in sich. Nur zwischen Mai und Juni sind bei den Jahrgängen 1962 bis 2017 nicht weniger als 16 Neumeldungen eingegangen. Erfreulicherweise kann der Club auf ganze fünf eigene Schiedsrichter zählen. Ansonsten steht der FC momentan bei 378 Mitgliedern, wovon 355 aktiv dabei sind. 18 Teams nehmen am Spielbetrieb des Fussballverbandes teil. Speziell gefragt ist der Frauenfussball: 22 Frauen und 38 Juniorinnen spielen aktiv, Tendenz zunehmend.

Zum Dessert die Nati
Zurück zum letzten Heimspiel-Sonntag im Dorf. Nach dem Lunch mit feinen Spaghetti des Clubhaus-Betreibers Luciano und dem Ausklang bis in den Nachmittag freuten sich wohl die meisten beim Nachhausgehen auf den abendlichen Match der Nationalmannschaft gegen die Portugiesen. Dass es dort schliesslich den sonntäglichen Sieg Nummer Drei gab, war dann sozusagen noch das Tüpfchen auf dem I an diesem perfekten Sommertag. Gut, persönlich war ich nach dem  Match am Abend im Fernsehen einmal mehr nudelfertig und zu nichts mehr zu gebrauchen. Wie Embolo mehrheitlich am Boden gelegen hatte und dann noch einen Ball brandgefährlich vertändelte. Wie Omlin mirakulös aus kürzester Distanz abgegebene Bälle wegfaustete, das war definitiv nicht zu vergleichen mit der nervlichen Belastung des Zuschauers am Nachmittag auf dem Schachen. Ich bin vor dem Fernseher in zwei Stunden mindestens um ein Jahr gealtert. Aber eben, so ist Fussball – wir lieben ihn, und unseren Club damit.